Obertonhörer? Grundtonhörer? Hörtypen und ihre Instrumente.
Im Artikel „Obertonhörer? Grundtonhörer? Hörtypen und ihre Instrumente.“ von W.Gruhn, E.Hofmann, P.Schneider 2012 wurde eine Studie aus 2002 mit 2.000 Probanden beschrieben. Es wurde postuliert, dass zwei Möglichkeiten zur Tonhöhenwahrnehmung bestehen. Je nachdem, ob sich ein Hörer eher an der Grundfrequenz eines harmonischen Klangs (das heiĂźt an dessen Grundton) oder an dessen Obertonstruktur orientiert.
Mit der Positronenemissionstomografie (PET) als bildgebendes Verfahren wurde die Aktivierung des auditorischen Cortex (Hörcortex) beim Hören von musikalischen Klängen in Abhängigkeit von spektralen und zeitlichen Aspekten zu untersucht.
Linker Hörcortex – Grundtonhörer
Die zeitlichen Verarbeitungsvorgänge (Tonlänge und Rhythmus) wurden im linken Hörcortex verortet. Die Gitarre spricht zum Beispiel verstärkt den Rhythmus an.
Kurztest – Forschungsgruppe Musik und Gehirn-PD Dr. Peter Schneider,Heidelberg (musicandbrain.de)
Welche Instrumente Grundtonhörer bevorzugen
Grundtonhörer bevorzugten oft Musikinstrumente, die kurze, scharfe oder impulsive Töne produzieren. Zum Beispiel Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Trompete, Querflöte oder hohe Soloinstrumente.
Sie bevorzugten virtuose, impulsive und zeitlich synchrone Spielweisen. Dirigenten sind übrigens oft Grundtonhörer.
Rechter Hörcortex – Obertonhörer
Die spektralen sowie musikspezifischen Verarbeitungsvorgänge (Klangfarbe und Melodiekontur) wurden im Hörcortex der rechten Gehirnhälfte abgebildet. Ein Beispiel ist der Kontrabass.
Kurztest – Forschungsgruppe Musik und Gehirn-PD Dr. Peter Schneider,Heidelberg (musicandbrain.de)
Welche Instrumente Obertonhörer bevorzugen
Die Obertonhörer bevorzugten in der Regel Musikinstrumente, die länger ausgehaltene Töne mit charakteristischen Klangfarben produzieren. Zum Beispiel Streich-, Blech- oder Holzblasinstrumente in tieferen Lagen, Orgel oder Gesang.
Kurztest zur Grundton- und Obertonerkennung
Du kannst selbst testen, wo deine Schwerpunkte liegen: Kurztest – Forschungsgruppe Musik und Gehirn-PD Dr. Peter Schneider,Heidelberg (musicandbrain.de). Der Testablauf ist recht einfach. Als erstes wirst du auf der Seite gebeten, die Lautstärke mit einem Testton einzustellen. AnschlieĂźend siehst du das Bild unten. Mit „Abspielen“ werden zwei Töne abgespielt. Du sollst beurteilen, ob die Tonfolge ansteigend (klicke auf die linke Schaltfläche o o) oder absteigend (klicke auf die rechte Schaltfläche o o) ist. Wenn du dir unsicher bist, wiederhole die Tonfolge. Die Töne hören sich synthetisch an und sind daher gewöhnungsbedĂĽrftig. Du kannst den kompletten Test jederzeit wiederholen.
Kurztest – Forschungsgruppe Musik und Gehirn-PD Dr. Peter Schneider,Heidelberg (musicandbrain.de)
Wenn alle Tonfolgen gespielt wurden, erhältst du eine kurze verbale Auswertung. Bei mir stand: „Sie sind ein leichter Obertonhörer.“ Also nicht ganz eindeutig, aber realistisch. Denn ich schätze Klangfarben und Gesang sehr. Ich bin aber den perkussiven Instrumenten und generell rhythmischer Musik ebenfalls sehr zugetan.
Die Wahl des richtigen Filters
Bei der Wiedergabe von digitalen Quellen kann die Auswahl des Filters deinen persönlichen Hörgeschmack unterstützen! Hier führt für mich kein Weg am HQPlayer vorbei, weil nur dieser die spezifischen Auswahlmöglichkeiten bietet.
Wenn ich Electronic, Jazz, Blues, Pop und Rock höre, bevorzuge ich aufgrund der Rhythmik einen transientenbezogenen Filter wie zum Beispiel „poly-sinc- gauss-short“. Es handelt sich um einen kurzen gauĂźschen Polyphasen-Sinc-Filter mit optimalen Zeit-/ und Frequenzgang. Der Filter spricht in erster Linie den Grundtonhörer an. Bei SDM-Ausgängen erfolgt die Verarbeitung in zwei Stufen mit 16-facher Zwischenrate und ist deshalb selbst bei DSD1024 noch gut zu betreiben.
Bei Classical, Jazz und Blues meist in HiRes höre ich gern den Filter „poly-sinc- gauss-xl“. Es handelt sich um einen extra langen gauĂźschen Polyphasen-Sinc-Filter mit extrem hoher Dämpfung. Optimaler Zeit-Frequenzgang. Bei SDM-Ausgängen erfolgt die Verarbeitung in zwei Stufen mit 16-facher Zwischenrate. Er eignent sich sehr gut fĂĽr Transienten, Klangfarben und fĂĽr die räumliche Darstellung. Also ein Allrounder fĂĽr Grundton- und Obertonhörer.
Die Filterauswahl ist sehr individuell! Einen Überblick erhältst du hier: Audio PC HQPlayer Filtereigenschaften – Grigg Audio Solutions.