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HQPlayer Circle – eine Funktionsübersicht

Die Funktionsvielfalt vom HQPlayer zu verstehen ist nicht einfach. Denn der HQPlayer ist viel mehr als nur ein Upsampler oder PCM/DSD-Konvertierer. Diese grundlegenden Funktionen haben wir hier beschrieben: Audio PC HQPlayer Filtereigenschaften.

Wie der HQPlayer als Betriebssystem genutzt werden kann haben wir hier beschrieben: Signalyst HQPlayer 4 Embedded – schlanker und audiophiler geht’s nicht.

In diesem Beitrag ziehen wir mehrere Kreise rund um die Themen:

– HQPlayer Core,
– HQPlayer Control und
– HQPlayer Endpoint

HQPlayer Core

Der Kern vom HQPlayer wird vom Hersteller selbst als HQPlayer Desktop bezeichnet. Etwas verwirrend aber gemeint ist die Rechenmaschine und die Konfigurationsoberfläche, welche unter Windows (keine Server Editions), Apple (MacOS) oder Linux installiert werden kann. Diese Anwendung erfordert eine kostenpflichtige Registrierung.

Der Kern kann aber auch als HQPlayer Embedded Anwendung (ausschließlich unter Linux) installiert werden. Ursprünglich war die HQP Embedded Version für Businesspartner gedacht, die ihre Streamer, DACs, Computer oder andere Geräte damit ausstatten. Daher ist die Konfigurationsoberfläche sehr technisch und die Lizenz ist an das jeweilige Gerät gebunden. Diese Anwendung macht eine eigene kostenpflichtige Registrierung notwendig.

Die Lizenzen von HQPlayer Desktop und HQPlayer Embedded können nicht untereinander getauscht werden.

HQPlayer Control

Die gute Nachricht ist, dass die Anwendungen für die Kontrolle des HQPlayer Cores nichts extra kosten. Zumindest wenn es sich um eigene Anwendungen wie HQPlayer Client handelt. Und es gibt eine große Vielfalt an kostenlosen Anwendungen für die Bedienung des HQPlayers.

HQPlayer Endpoint

Hier handelt es sich um eine Besonderheit für eine asynchrone Datenweitergabe über das Netzwerk: NAA (Network Audio Adapter). Die Verarbeitung wird von HQPlayer Core durchgeführt und die verarbeiteten Daten werden dann asynchron über das Netzwerk an einen sehr leichten Netzwerk-Audioadapter gestreamt, der mit dem DAC verbunden ist. Asynchrones FIFO bietet maximale Isolation zwischen Verarbeitung und Audiowiedergabe. NAA ist optional.

Quelle: https://www.signalyst.com/consumer.html

HQPlayer Circle

Ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit haben wir ein Kreisdiagramm erstellt, welches eine Funktionsübersicht bieten soll.

Lesebeispiele von außen nach innen:

  • Du verwendest ein MacBook (Apple) und kannst die Anwendung HQPlayer Client zur Steuerung verwenden .
  • Dein fis Audio PC kann mit dem HQPlayer OS eingerichtet werden und ermöglicht die Nutzung als HQPlayer Core. Dieser enthält den Rechenkern vom HQPlayer und kann ungestört von anderen Anwendungen die Audiodaten in höchster Qualität verarbeiten.
  • Mit deinem DAC T+A SDV 3100 HV kannst du den integrierten HQPlayer NAA als Endpunkt nutzen.
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In eigener Sache – welchen Mehrwert bieten wir unseren Kunden?

Anlass dieses Beitrags ist eine Beschwerde von einem Selbstbauer, dass etwas nicht funktionierte. Das Pikante daran: er hatte gar nichts bei uns gekauft. Er bezog sich auf unsere Empfehlung: Lichtwellenleiter (LWL) mit niedrigen Latenzen. Dort stand, dass die Windows Server Treiber für die XILINX Solarflare Netzwerkadapter auch in Windows 10 Pro einwandfrei funktionieren. Das ist auch so. Nur bekam es der Selbstbauer nicht hin. Wir gaben den Tipp die Firmware zu aktualisieren (was wir immer machen).

Wir unterstützen mit Begeisterung Selbstbauer!

Das möchten wir an dieser Stelle deutlich sagen, bieten wir doch allerlei Zubehör an. Mit unseren Zubehör-Produkten sind wir sehr transparent. In der Regel ermöglichen unsere Produktbeschreibungen sogar einen (günstigeren) Direktkauf bei einem Online-Shop. In diesem Fall können wir jedoch keinen Support leisten, obwohl wir es manchmal trotzdem tun.

Forschung und Entwicklung (F&E)

Bitte berücksichtige bei unseren Preisen, dass wir Zeit und Geld in die Forschung und Entwicklung stecken. Da ist auch viel Ausschuss dabei. Der Aufwand in der Konfiguration der Software ist sehr hoch. Oft ist es so, dass die Konfiguration exakt auf das Produkpaket ausgerichtet ist. Wir werden oft gefragt, welche BIOS Einstellungen die Besten sind. Das können wir so pauschal nicht beantworten. Zum einen hängt es vom Zielbild des Nutzers ab. Zum anderen sind viele Einstellungen von der Hardware abhängig.

Wir verkaufen nur etwas, das wir vorher ausführlich getestet haben

Wir versprechen aber eins: Kaufst du einen fis Audio PC, dann funktioniert dieser Bestens mit unserer Konfiguration. Dafür testen wir den fis Audio PC und legen ein ausführliches Testprotokoll bei. Dafür stehen wir mit unserer Händlergewährleistung von zwei Jahren ein. Selbst bauen kann sehr viel Spaß machen. Es ist aber auch mit viel Frustration verbunden, wenn etwas nicht funktioniert. Wenn du dir unsicher bist schone deine Nerven und beauftrage uns.

Bester Klang und höchste Kundenzufriedenheit sind unser Ziel

Wir betreiben unser Geschäft mit Leidenschaft. Wir möchten das du als unser Kunde zufrieden bist. Wir beraten dich auf Gundlage deines Zielbilds unentgeltlich. Wir wollen nicht mit Online-Shops konkurrieren. Wir bieten eine funktionierende Gesamtheit an Produkten an und lassen dich bei Problemen nicht im Regen stehen. Dieser Service kostet halt etwas.

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Erfahrungsbericht über das neue lineare Netzteil JCAT S OPTIMO ATX

Einführung in das Thema

Jeder PC benötigt Gleichstrom (DC). Aus 230V Wechselstrom (AC) werden in der ersten Stufe meist 19V Gleichstrom (DC) erzeugt. In der zweiten Stufe werden aus diesen 19V nach dem jetzigen ATX Standard die Motherboards mit 3,3V, 5V und 12V bedient. Es gibt übrigens einen neuen Standard ATX12VO, der nur noch 12V bereitstellt. Dieses Konzept hat sich in der Breite allerdings (noch) nicht durchgesetzt.

Nun gibt es natürlich viele Netzteile mit ATX Spezifikation. Diese bringen die notwendigen Molex ATX-Anschlüsse gleich mit. Die von der Computerindustrie bereitgestellte Stromversorgung sind jedoch oft Schaltnetzteile von miserabler Bauteilequalität und hohem Ripple Noise. Die ATX-Kabel sind meist von dünnem Querschnitt, schlechter Materialqualität und ungenügend geschirmt.

Egal in welcher Gerätekategorie, wir sind davon überzeugt dass eine hochwertige lineare Stromversorgung immer Klangvorteile bringt. Bisher haben wir das in den vorgenannten zwei Stufen umgesetzt:

1. Stufe: lineare Stromversorgung (Eingang 230V / Ausgang 19V) zum Beispiel mit Keces P8 oder P28
2. Stufe ATX Stromversorgung (Eingang 19V / Ausgang 12V, 5V und 3,3V) zum Beispiel mit HDPLEX 400W DC-ATX Konverter

JCAT S OPTIMO ATX

Mit dem sehr rauscharmen und leistungsfähigen Netzteil JCAT OPTIMO S ATX  entfällt der DC-ATX Konverter, denn dieser ist bereits integriert. Im Gerät sind drei Transformatoren für die notwendigen Spannungen verbaut.

Nominal Output Current12V23A
5V20A
3.3V20A
5V SB2.5A
leistungsstarke separate Stromversorgungsrails

Schlauerweise hat der 12V Output die höchste Stromstärke, denn damit wird die CPU versorgt. Die Ausgangsbuchsen wurden direkt mit hochwertigen Molex PINs (vergoldet) umgesetzt. Die Kabel Molex 24 Pin zu Molex 24 Pin ATX und Molex 8 Pin zu Molex 8 Pin CPU werden mitgeliefert und sind richtig schwer. Das liegt ganz klar am Kabelmaterial aus abgeschirmten versilberten Kupfer mit einem Querschnitt von 18 AWG.

JCAT OPTIMO S ATX Verkabelung

Die Kabelenden werden einfach an das Motherboard angeschlossen. Wir verzichten ganz bewusst auf weitere Buchsen wegen der unvermeidlichen Übergangswiderstände.

fis Audio PC i9-12900K Verkabelung

Schon beim ersten Test konnten wir diese mühelose High Power bewundern. PCM zu DSD1024 oversamplen? Überhaupt kein Problem.

Oversampling PCM 44.1 zu DSD1024


Hochanspruchsvolle Filter poly-sinc-ext3, ASDM7ECv2, DSD256 des HQPlayers laden? Die Power wird uneingeschränkt zur Verfügung gestellt.

Oversampling PCM 44.1 zu DSD256 mit hochanspruchsvollen Modulatoren und Filter

Wie hört sich das an?

Wenn etwas besonders gut wiedergegeben wird nimmt gefühlt die Lautstärke ab. Das liegt daran, dass die Nebengeräusche weiter nach unten gedrückt werden, also die sogenannte Schwärze zunimmt. Das LPS hat einen Ripple Noise von lediglich <25uV RMS (0,025 Millivolt [mV]).

Die einzelnen Instrumente werden körperlich zum anfassen präsentiert. Mit diesem LPS werden Feinstrukturen auch bei komplexen Kompositionen offen gelegt, dass es eine Freude ist. Das Timing von Percussionsinstrumenten ist federnd und auf dem Punkt genau. Irgendwelche Schärfen sucht man vergebens.

Das JCAT OPTIMO S ATX LPS ist für uns ein Game Changer. Das haben wohl auch andere geahnt, denn die erste Charge ist schon ausverkauft. Die nächste kommt erst im März 2022.

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Signalyst HQPlayer 4 Embedded – schlanker und audiophiler geht’s nicht

Viele ärgern sich mit dem aufgeblähten Windows herum und wundern sich, warum es einfach nicht klingen will. In der Tat muss Windows für audiophile Zwecke zurechtgestutzt werden. Wie wäre es stattdessen einfach einen USB-Stick einzustecken und ein kleines und feines Programm wie das HQPlayer Embedded Betriebssystem (HQPlayer OS) automatisch hochfahren zu lassen?

Im Gegensatz zu Windows arbeiten nur rund 20 Tasks im HQPlayer Embedded. Da keine konkurrierenden Programme um die Priorisierung und Speicherbandbreite kämpfen, können die hochwertigen Algorithmen vom HQPlayer ihre volle Kraft entfalten. Die Kernzuordnung erfolgt hocheffizient und automatisch.

HQPlayer Embedded mit 20 Tasks und effizienter Kernzuordnung

Die Anwendung wird übrigens in den schnellen Arbeitsspeicher geladen, so dass hier keine Festplatte die Geschwindigkeit ausbremst. Alternativ installierst du das HQPlayer OS gleich auf eine Intel® Optane™ Memory M10 SSD mit geringsten Latenzen. Damit bootest du schneller und vor allem fehlerfrei.

PCM in DSD 1024 hochrechnen? Mit einem Intel Core i9-12900K ist das überhaupt kein Problem. Das ganze bedienst du komfortabel zum Beispiel mit Roon:

Roon mit HQPlayer Embedded und DSD 1024

Das HQPlayer OS basiert auf Linux. Du benötigst aber keine Linux Kenntnisse, denn hier ist es wirklich plug and play. Es ist kostenlos. Du benötigst nur eine Lizenz vom HQplayer. Vorher kannst du es unverbindlich in der Vollversion testen. Die einzige Einschränkung: alle 30 min. musst du den HQPlayer neu starten.

Tipps für die Installation

Der Download erfolgt etwas unübersichtlich über ein Verzeichnis im Web. Das Verzeichnis kann über die Seite Configuring HQPlayer Embedded und dem Link hqplayer-embedded aufgerufen werden. Dann wird das Auge erstmal von unterschiedlichen Versionen erschlagen. Der kundige Blick erkennt, dass es spezielle Versionen für Raspberry Pi und Ravenna gibt. Ausprobiert haben wir die Linux Versionen

– hqplayer-embedded-…-x64amd (originäre Version für AMD CPUs ohne AVX512) und
– hqplayer-embedded-…-x64gen (für Intel CPUs mit AVX512).

Soweit die Theorie. Der Entwickler Jussi Laako empfiehlt für Intels 12. Core Generation (Alder Lake) die AMD-Version. Unsere Experimente zeigten, dass mit AVX512 mit Linux gegenüber Windows 11 Pro kein Vorteil zu erzielen war. Die AMD-Version verwendet dagegen ausschließlich AVX2, kann dafür aber sehr gut mit den P-Cores und E-Cores umgehen.

Beim runterladen muss man das aktuellste Datum erwischen. Das Image (in unserem Fall: hqplayer-embedded-4.28.0.2-x64amd.7z) ist gepackt ca. 270 MB groß. Im entpackten Zustand sind es dann 2,35 GB. Ein Witz gegenüber Windows. Dieses Image brennt man im Mac mit balenaetcher oder unter Windows mit Rufus auf den USB-Stick.

Im BIOS muss dann noch die Bootreihenfolge zugunsten des USB-Sticks geändert werden und ohne weiteren Eingriff steht HQPlayer Server zur Verfügung. Es müssen keine Treiber installiert werden. Die Konfiguration des HQPlayers erfolgt im Browser. Dazu gibst du einfach die vergebene IP-Adresse ein, die du z. B. aus dem Router ausliest.

Unser Eindruck

Jussi Laako, der Schöpfer vom HQPlayer, schafft es immer wieder mit Weiterentwicklungen zu begeistern. So verbesserte er den hochpräzisen EC-Modulator für DSD weiter. Neue Filter wie zum Beispiel die Gauss-Varianten liefern einen unvergleichlichen Schmelz. Die neue 12. Intel Generation wird seit neuestem vom HQPlayer unterstützt und ermöglicht die Ausführung von Modulatoren und Filtervarianten, die vorher nicht möglich waren. Diese Algorithmen wirst du nie im DAC selbst finden, denn dafür reicht die Rechenleistung nicht aus. Selbst T+A empfiehlt bei ihrem Flaggschiff-DAC SDV 3100 HV den HQPlayer mit einem leistungsstarken Computer zu verwenden.

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Erfahrungen mit Intels neuem i9-12900K Prozessor

Hybrid CPU mit E-Cores (Efficient) und P-Cores (Performance)

Kleine, hocheffiziente Prozessorkerne, wie man sie bisher eher von Atom kannte, werden von einer variierenden Anzahl großer Performance-Kerne, bekannt von den Core-CPUs, unterstützt. Mit dem Intel® Core™ i9-12900K Processor sind 16 Kerne möglich, die sich auf 8 E-Cores und 8 P-Cores aufteilen. Mit Hyperthreading der P-Cores, also der Verteilung der Last auf zwei virtuelle Cores, sind insgesamt 24 Threads möglich. Siehe unser Artikel:

Neuer Sockel LGA 1700

LGA 1700 ist als Ersatz für LGA 1200 konzipiert. LGA 1700 hat 1700 hervorstehende Pins, um Kontakt mit den Pads auf dem Prozessor herzustellen. Im Vergleich zu seinem Vorgänger LGA 1200 hat LGA 1700 500 Pins mehr. Daher ist der Sockel 7,5 mm länger: 37,5 mm x 45 mm. 

Neue Passive Kühlung

Die höhere thermische Verlustleistung und der größere Sockel benötigt eine effizientere Kühlung. So sieht der CPU Kühlkörper aus, den wir verwenden. Die Rillen nehmen die Heatpipes auf, welche die Wärme an die Seitenwand weiterleiten.

HDPLEX Kühlkörper aus amssiven Kupfer

Solarflare NIC (Network Interface Card) X2522 

Der schnelle Intel® Core™ i9-12900K Processor profitiert im besonderen Maße von einer Hochleistungsnetzwerkkarte mit geringsten Latenzen und Jitter. Hier kommt  XILINX Solarflare X2 Series Ethernet Adapters – XtremeScale X2522 zum Einsatz. Da der Hochleistungschip sehr heiß wird haben wir uns ein besonders effektives passives Kühlsystem einfallen lassen: Passives Kühlungskit für XILINX Solarflare X2 Series & 8000 Series Ethernet Adapters. Dabei wird die Wärme über Heatpipes über die linke Seitenwand abgeführt.

fis Audio PC mit i9-12900K CPU und Solarflare X2522 NIC

Wir haben vieles an Ethernetkarten ausprobiert, aber keine reicht an Solarflare heran. Es ist nicht nur die galvanische Trennung über Glasfaser, sondern vor allem die sehr geringen Latenzen und Jitter kombiniert mit hohen Leistungsreserven. Während woanders geöffnete Remoteverbindungen den Klang beeinträchtigen, ist das hier nicht mehr der Fall. Daten hin- und her kopieren oder das Laden der komplexen Metadaten von Roon werden sehr schnell ausgeführt. Unterschiede zwischen dem Abspielen aus dem Speicher oder aus dem Internet sind für uns mit dieser Karte nicht mehr wahrnehmbar. Die Firmeware trägt auch etwas dazu bei. Im BIOS kann die Solarflare X2522 NIC auf ultra low latencies konfiguriert werden.

BIOS Solarflare Einstellung auf Ultra low latency

Advanced Vector Extensions (AVX) – AVX512

AVX2 wird seit geraumer Zeit von Intel für gleitkommaintensive Berechnung, vor allem im Multimedia-, wissenschaftlichen oder Finanzbereich, verwendet. Für Nutzer vom HQPlayer oder anderen digitalen Signalverarbeitungen (DSP) ist das eine sehr wichtige Funktion. Das leistungsfähigere AVX512 kann nun erstmalig auf einem Audio PC mit einem kleinen Trick genutzt werden. Dabei werden die E-Cores deaktiviert und AVX512 wird im BIOS aktiviert.

Aktivierung AVX512

Was sich erstmal nach großem Unsinn anhört, wird durch Igor’s LAB bestätigt:

Und die Leistung ist schon sehr beeindruckend.

44,1 kHz konvertiert zu DSD 256×48 mit dem hochpräzisen Modulator ASDM7ECv2

Performance mit AVX512 auf P-Cores

96kHz konvertiert zu DSD 256×48 mit dem hochpräzisen Modulator ASDM7ECv2

Performance mit AVX512 auf P-Cores


Was mit der Intel i9-9900K CPU so gar nicht funktionierte geht mit dem i9-12900K sowas von mühelos und performant, dass es eine Freude ist.

Klangbericht

Die Soundqualität hat erheblich zugenommen! 

Wir bemerken einen präziseren, druckvolleren Bass und „federnde“ Transienten bei Percussion- und Gitarrensounds. Die 3D Soundstage hat zugelegt und jedes einzelne Instrument steht greifbar im Raum. Wer diesen Sound hört kommt zwangsläufig ins grooven.

Wir sind jedenfalls so begeistert, dass wir die 12er Cores von Intel in unser Angebot aufgenommen haben. Dabei ist es nicht teurer geworden. Billiger allerdings auch nicht. Wer möchte kann sich das mal unverbindlich anschauen:

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Intels Core 12000 mit E-Cores und P-Cores und Windows 11

Nachdem Intel mit ihrer 14nm Fertigung gegenüber AMD mit moderner 7nm Fertigung ins Hintertreffen kam, steht jetzt endlich eine neue Prozessorgeneration kurz vor der Veröffentlichung: die 12. Generation Core (Core 12000) oder auch Alder Lake genannt. Einen guten Überblick über die verschiedenen Intel CPU Generationen bietet

Hybrid CPU mit E-Cores (Efficient) und P-Cores (Performance)

Effiziente Prozessorkerne (E-Cores), wie man sie bisher eher von Atom kannte, werden von einer variierenden Anzahl großer Performance-Kerne (P-Cores) unterstützt. Maximal sind 16 Kerne möglich, die sich auf 8 E-Cores und 8 P-Cores aufteilen. Mit Hyperthreading der P-Cores, also der Verteilung der Last auf zwei virtuelle Cores, sind insgesamt 24 Threads möglich.

Intel Fertigungsprozess Intel 7

Da hat sich die Intel Marketingabteilung etwas Feines einfallen lassen. Der Name Intel 7 suggeriert eine 7nm Fertigung. Tatsächlich handelt es sich um eine sogenannte „Enhanced SuperFin 10-nm-Fertigung“.

Intel sagt zu seiner Verteidigung, dass die Angabe in nm (Nanometer – Milliardstel Meter) hinsichtlich der Gate-Länge, auf die die ursprüngliche Bezeichnung abzielte, schon seit dem Jahr 1997 nicht mehr stimmt. Künftig gibt Intel nur noch die Leistung pro Watt an.

Quelle: Neue Bezeichnungen für Intels Fertigungsstufen (Bild: Intel) veröffentlicht von https://www.computerbase.de/2021-07/…d-intel-4-ein/

Intel Thread Director

Je besser die Kern-Zuordnung von Aufgaben funktioniert, desto effizienter arbeitet die CPU. Der neue Intel Thread Director überwacht im Nanosekundenbereich die Threads und den Status der einzelnen Kerne.

Betriebssystem wie Windows neigen dazu, dass alles zu vermasseln. Deshalb besteht zum Beispiel im HQPlayer die Möglichkeit, die Kernzuordnung nicht mehr Windows zu überlassen. Die Umwandlung in DSD256 mit dem EC-Modulator würde unter Windows 10 nicht laufen, wenn der HQPlayer nicht das Kommando übernehmen würde. Mit Windows 11 soll das nicht mehr passieren. Es ist das erste optimierte Betriebssystem für Intel Alder Lake.

Dahinter steckt eine hardwarebasierte Lösung, die Windows bei der Thread-Zuweisung dominiert. Der Intel Thread Director übernimmt als Zwischenschritt bereits eine grobe Zuweisung der Aufgaben an die Kerne, die Windows dann umsetzt. Das beinhaltet beispielsweise den Wechsel von großen zu kleinen Kernen.

Quelle: Intel Alder Lake (Bild: Intel) veröffentlicht von https://www.computerbase.de/2021-08/…read-director/

neuer Sockel LGA 1700

LGA 1700 ist als Ersatz für LGA 1200 konzipiert. LGA 1700 hat 1700 hervorstehende Pins, um Kontakt mit den Pads auf dem Prozessor herzustellen. Im Vergleich zu seinem Vorgänger LGA 1200 wird LGA 1700 500 Pins mehr haben. Daher ist der Sockel 7,5 mm länger: 37,5 mm x 45 mm. Für diesen größeren Sockel gibt es noch keine passive Kühlung. Im Nachfolger vom HDPLEX 2nd Gen H5 Fanless Chassis ist eine passive Kühlung für LGA 1700 vorgesehen.

Die neuen Abmessungen sind übrigens hier sehr gut beschrieben:

Weitere Informationen können diesen Berichten entnommen werden:

Ist das neue Windows 11 für Audio geeignet?

Viele halten Windows als Betriebssystem für Audio nicht geeignet, da es mit Funktionen und vielen unnötigen Prozessen überfrachtet ist. Es gibt auch schöne Alternativen, zum Beispiel:

Windows ist besser als sein Ruf. Der große Vorteil ist die weite Verbreitung, so dass es eine Vielzahl von Anwendungen für den audiophilen Bereich gibt. Ohne Optimierung können wir Windows jedoch nicht empfehlen. Wir nutzen Audiophile Optimizer, womit Windows deutlich abgespeckt werden kann. Ein weiteres interessantes Programm ist Fidelizer, womit Anwendungen automatisch mit Kernzuordnung und Priorisierung gestartet werden können. Außerdem verwenden wir ein selbstgeschriebenes Script für die Deaktivierung weiterer unnötiger Dienste.

Das von uns genutzte Windows 10 wird im Herbst diesen Jahres von Windows 11 abgelöst. Das ist insofern etwas komisch, weil Windows 10 das letzte Windows sein sollte. Immerhin ist das Upgrade kostenlos.

Wir können noch nicht sagen, ob es für Audio geeignet ist. Es gibt aber Indizien, dass es für einen High Performance Audio PC besser geeignet sein könnte als sein Vorgänger.

Hier sind einige Links zu den grundsätzlichen Veränderungen:

Windows 11 soll die Systeme teilweise deutlich beschleunigen. Hier kommt vor allem die oben beschriebene neue Intel Prozessor Generation Alder-Lake ins Spiel. Dabei soll der Thread Director, der die Aufgabenverteilung der Prozesse auf die Performance- und Effizienz-Kerne optimiert, voll von Windows 11 unterstützt werden. 

Zusammenfassung

Die 12. Intel Prozessorgeneration hört sich auch für Audio vielversprechend an. Mehr Leistung und kürzere Reaktionszeiten (Latenzen) mit weniger Energie können wir immer gut gebrauchen. Was eine Hybrid CPU mit E-Cores (Efficient) und P-Cores (Performance) bringen kann sehen wir bereits bei Apple mit den M1-Chips. Wichtig ist das Zusammenspiel zwischen der Hardware und der Software. Insofern könnte Windows 11 eine sehr wichtige Rolle einnehmen. Sobald alle Teile verfügbar sind, werden wir einen neuen fis Audio PC i9-12900K aufsetzen.

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Rund­um-sorg­los-Pa­ket mit EUPHONY

In den Grundlagen Audio PC Software gingen wir auf die Wichtigkeit eines audiophilen Betriebssystems ein. Die laufenden Prozesse sollen für die Musikwiedergabe minimiert sein. Ein voll installiertes Windows 10 Pro kann über 200 Prozesse im Betrieb haben. Bei der Prozessminimierung ist immer auf das Gesamtsystem zu achten. Wenig Prozesse sind nicht automatisch mit gutem Klang gleichzusetzen.

Dieses linuxbasierte Betriebssystem wurde allein unter dem Aspekt der audiophilen Wiedergabe entwickelt. Der Hersteller hat seinen Sitz in Zagreb, Kroatien. Der Kernel enthält die neuesten CPU- und E / A-Scheduler, wodurch die geringstmögliche Latenz erreicht wird. Die EUPHONY Benutzeroberfläche ist sehr einfach gehalten und erfordert überhaupt keine Computerkenntnisse. Euphony kann von jedem beliebigen Browserfähigen Gerät mit der Adresse http://euphony aufgerufen werden. Alternativ stehen auch Apps für Smartphones oder Pads zur Verfügung.

Als erstes werden die verschiedenen Playeroptionen angezeigt:

  • Stylus – native player
  • Roon Core – optional player
  • HQPlayer – upsampler
  • Networkaudio – HQP endpoint
  • Squeezelite – LMS endpoint
  • Roon – endpoint
  • Airplay – audio Server
Screenshot EUPHONY Auswahl Musik System

Beim Einrichten muss man sich nicht festlegen. Die Player können jederzeit und beliebig getauscht werden. Für den integrierten Stylus Player ist die Lizenz schon enthalten. Mit Tidal oder Qobuz kann in bester Qualität gestreamt werden. Für die Player wie Roon oder HQPlayer, sowie für die vorgenannten Streamingdienste müssen noch separat Lizenzen erworben werden oder es wird ein bestehender Account genutzt.

Das Betriebssystem kann mit der Updatefunktion unkompliziert aktuell gehalten werden. Wer vom schnellen Arbeitsspeicher (RAM) profitieren möchte, installiert EUPHONY im sogenannten Ram Root. Das gesamte Betriebssystem wird dann mit den niedrigsten Latenzen des Arbeitsspeichers ausgeführt. Es ist auch möglich den CPU Kernen mit der CPU Isolation verschiedene Aufgaben zuzuweisen, damit ein wirklich störungsfreier Betrieb möglich ist.

Aufgrund der drastischen Reduzierung der Prozesse auf die audiophile Wiedergabe ist der fis Audio PC besonders leistungsstark. So kann DSD1024 mit einem anspruchsvollen Modulator problemlos ausgeführt werden. Im Bild unten wird der Stream von Roon im Format FLAC 44.1kHz/24Bit vom HQPlayer auf DSD1024 mit dem Modulator AMSDM7 512+fs hochgerechnet und so in bester Qualität abgespielt. Wir berichteten in den Grundlagen Audio PC Oversampling von den hörbaren Vorteilen.

Screenshot Stream von Roon im Format FLAC 44.1kHz/24Bit und HQPlayer Oversampling auf DSD1024 mit dem Modulator AMSDM7 512+fs

Die einzelnen CPU Kerne können in EUPHONY überwacht werden. Zu sehen ist die Kernauslastung mit dem obigen Beispiel DSD1024. Wenn im Format PCM 44.1khz/16Bit abgespielt wird, liegt die Kernauslastung bei < 1%!

Screenshot Kernauslastung beim HQPlayer Oversampling auf DSD1024 mit dem Modulator AMSDM7 512+fs

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Latenzen im Audio PC selbst messen

Über die Bedeutung von Latenzen kannst du einiges unter Audio PC Grundlagen nachlesen. Dort haben wir geschrieben, dass es uns nicht auf die Audio Latenzen, sondern auf die Latenzen auf Betriebssystem-/Prozessebene ankommt.

Im Beitrag Lichtwellenleiter (LWL) mit niedrigen Latenzen berichteten wir von einer erheblichen Steigerung der Sound Quality (SQ).

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie jeder selbst die Latenzen messen kann. Dazu haben wir zwei Beispielmessungen mit LatencyMon durchgeführt. Unser Referenz Setup ist unten dargestellt. Das NAS (Network Attached Storage) und der fis Audio PC sind über einen Switch miteinander verbunden. Im fis Audio PC ist unser Solarflare Glasfaser Kit verbaut.

fis Audio PC Referenz Ethernet System

Im Test werden Musikstücke im Red Book Format (CD Qualität 44.1kHz/16bit) abgespielt und nativ an den T+A SDV 3100 HV DAC über Network Audio Adapter (NAA) gestreamt.

Roon natives Streaming in Red Book Format

HFX RipNAS Solid V4

Für den ersten Test spielten wir das obige Musikstück von der Festplatte ab. Für die Ethernetverbindung nutzten wir den LAN-Anschluss auf dem ASUS Q170T Motherboard. Für eine plausible Messung soll LatencyMon mindestens 5 Minuten laufen. Die Übersicht zeigt keine Auffälligkeiten. Die höchste Prozesslatenz liegt bei 156,50 Mikrosekunden µs (= 0,1565 Millisekunden ms).

NAS Latenzen

Interessanter ist die Ansicht auf der Registerkarte „Drivers“. In der rechten Spalte werden die einzelnen Treiberlatenzen in absteigender Reihenfolge angezeigt. Die höchste Latenz liegt beim Netzwerktreiber bei 0,178 ms, dicht gefolgt vom Systemtreiber mit 0,1777 ms. Darunter erscheint der TCP/IP-Treiber mit 0,105 ms. Grundsätzlich ist das für ein „normales“ System in Ordnung.

NAS Treiberlatenzen

fis Audio PC

Als nächstes spielten wir das gleiche Musikstück vom fis Audio PC ab. Für die Ethernetverbindung nutzten wir unser Solarflare Glasfaser Kit. Der fis Audio PC wurde auf niedrigstmögliche Latenzen optimiert. Die höchste Prozesslatenz liegt bei 108,40 Mikrosekunden µs (= 0,1084 Millisekunden ms). Meist werden um die 11 µs angezeigt. Also alles in Ordnung.

fis Audio PC Latenzen

Weit interessanter ist die Ansicht auf der Registerkarte „Drivers“. Die höchste Latenz liegt wieder beim Netzwerktreiber bei allerdings sehr niedrigen 0,034 ms, dicht gefolgt vom Systemtreiber mit ebenfalls sehr niedrigen 0,025 ms. Hinter dem Grafiktreiber erscheint der TCP/IP-Treiber mit sensationell niedrigen 0,006 ms. Vergleiche die Werte mit dem NAS. Es liegen Welten dazwischen.

fis Audio PC Treiber Latenzen

Zusammenfassung

Die niedrigen Latenzen sorgen für einen großartigen störungsfreien Betrieb. Jitter hat aufgrund der sehr kurzen Intervalle weniger Chancen den Klang negativ zu beeinflussen. Die niedrigen Latenzen belohnen dich mit einem analogen Klang ohne digitale Schärfen.

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Neue Produkte für die Gehäuseoptimierung und Ethernet mit Glasfaser

In letzter Zeit hat sich einiges getan. Für unsere fis Audio PC – Kunden, aber auch für die DIY Gemeinde, welche das HDPLEX H5 Chassis verwenden, steht ein neuer Acrylglasdeckel bereit. Der wertet nicht nur deinen Audio PC optisch auf, sondern sorgt vor allem für eine bessere Belüftung.

Für eine deutlich verbesserte Installation der PCIe-Karten, aber auch von DC Kabel haben wir eine neue Rückblende entworfen. Präzise aus 4mm Aluminium mit einer CNC Maschine in Deutschland hergestellt.

Unsere Experimente mit Glasfaser und der Solarflare SFN8522 PCIe-Karte waren aufgrund der Temperaturentwicklung mit Schwierigkeiten behaftet. Wir berichteten hier: Lichtwellenleiter (LWL) mit niedrigen Latenzen. Mit dem fis Audio Acrylglasdeckel haben wir das Problem gelöst und steht jetzt als Kit zur Verfügung.

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StreamFidelitys QSound Playlists

QSound ist ein Raumklang-System des kanadischen Unternehmens Q-Sound Labs. Das Verfahren wurde in den 1980er Jahren entwickelt. Dabei wird bei Stereoaufnahmen ein 3D-Soundeffekt erzeugt. Der Hörer hat den Eindruck, dass die Musik weit über die Basisbreite der Lautsprecher hinausgeht und auch über dem Kopf oder dahinter spielt.

Bei den Playlists ist ungewiss, ob die Tracks tatsächlich mit QSound-Algorithmen erstellt wurden. Nach Meinung des Erstellers StreamFidelity sind die Instrumententrennung und die Bühne jedoch absolut großartig.

Playlist auf Qobuz
Playlist auf Qobuz

Für Qobuz Hörer: Klick auf „Auf Qobuz hören“ und abspielen.

Für Roon Hörer mit Qobuz Account: Klick auf „Auf Qobuz hören“ und anschließend Klick auf das Herz (Favoriten hinzufügen). Dann erscheint die Playlist auch in Roon.

Wer seine Roon Playlists teilen möchte verwendet dafür am besten soundiiz. In der kostenlosen Version können maximal 200 Titel übertragen werden.