Audio PC LWL

Lichtwellenleiter (LWL), auch bekannt als Glasfaserverbindung, verbinden das Ethernet optisch. Wo kein Metall (Kupfer oder Silber) verbaut ist, kann das Kabel weder als Antenne wirken, noch elektrische Störungen von einem Gerät zum anderen transportieren. Neben WLAN also die perfekte galvanische Trennung. Während WLAN oft mit Empfangsproblemen zu kämpfen hat und störende HF (Hochfrequenz) gleich mitbringt, gibt es diese Probleme mit LWL nicht.

Leider haben LWL auch Nachteile. Aus spannungsinduzierten 0/1-Bits werden optisch modulierte 0/1-Bits. Da setzt auch schon der erste Kritikpunkt an. Für den Übergang von Kupfer auf Glasfaser müssen an die LWL-Kabelenden die Transceiver Module angeschlossen werden. Deren Aufgabe ist es, den Strom in Licht umzuwandeln und umgekehrt. Damit sind es schon zwei Fehlerquellen mehr. Der zweiter Kritikpunkt: auch bei den Glasfasern gibt es unterschiedliche Qualitäten, weshalb sich kurze und lange Kabel auf die Übertragung auswirken. Bei bestimmten Protokollen wird sogar vor zu kurzen LWL Kabel gewarnt. Ursache ist der Dämpfungsfaktor.

Wenn der Laser vom Sender zu schwach und die Dämpfung zu hoch sind, dann wird das Signal zu schwach und der Empfänger kann es nicht mehr verarbeiten. Wenn der Laser vom Sender zu stark ist und die Dämpfung zu gering sind wird der Empfänger geblendet. Bei optischen Systemen muss also darauf geachtet werden, dass die Empfänger nicht übersteuert werden, denn dies wäre genauso schädlich wie ein zu schwaches Signal. Da sich Dämpfungsglieder meist klangschädlich bemerkbar machen, experimentieren viele mit unterschiedlichen Glasfaserlängen.

Im Bild ist eine Beispielkonfiguration mit LWL zu sehen. Dabei wird über einen Medienkonverter 11GTek (eine Weiterentwicklung vom 10GTek) das Signal von Kupfer auf Glasfaser transferiert. Das Signal gelant per LWL zum SOtM Switch, welcher einen SFP-Port hat. Die längere Strecke (20m) vom Router bis zum Switch wurde so perfekt galvanisch getrennt.

Zusammenfassung

Die Vorteile liegen in der perfekten galvanischen Trennung ohne HF und in der Möglichkeit lange störungsfreie Leitungen mit einer hohen Bandbreite zu legen.

Um diese Vorteile nutzen zu können, müssen die Komponenten wie Transceiver, Netzwerkkartenadapter, Switch oder Medienkonverter und die Glasfaserkabel perfekt zusammen passen und von einer ausgezeichneten Qualität sein.