Anleitung für das Update des HQPlayer OS

Das HQPlayer OS ist eines der schlanksten und am besten klingenden Betriebssysteme die wir kennen. Schau hier: Signalyst HQPlayer 4 Embedded – schlanker und audiophiler geht’s nicht. Deshalb bieten wir bei der Konfiguration des fis Audio PCs die Installation mit an. Da vom Entwickler regelmäßig Updates angeboten werden, geben wir dir nachfolgend Tipps für die Installation.

Vorher empfehlen wir dir unbedingt ein Back up deiner Einstellungen, die du komfortabel im HQPlayer Webbrowser erledigen kannst.

Der Download erfolgt etwas unübersichtlich über ein Verzeichnis im Web. Das Verzeichnis kann über die Seite Configuring HQPlayer Embedded und dem Link hqplayer-embedded aufgerufen werden. Dann wird das Auge erstmal von unterschiedlichen Versionen erschlagen. Der kundige Blick erkennt, dass es spezielle Versionen für Raspberry Pi und Ravenna gibt. Für den Audio PC sind folgende Linux Versionen maßgeblich:

– hqplayer-embedded-…x64-SSE42 (für alte/kleine CPUs ohne AVX2-Fähigkeit – Dateibezeichnung vorher x64gen) und
– hqplayer-embedded-…x64-AVX2 (für moderne Intel oder AMD CPUs mit AVX2 – Dateibezeichnung vorher x64amd).

Die Version „x64gen“ unterstützte AVX-512, aber es wurde für unbestimmte Zeit eingestellt. Das neue heißt „x64sse42“ und unterstützt nichts anderes als SSE4.2.

Die Version „x64amd“ war ursprünglich nur für AMD-Prozessoren gedacht. Funktionierte aber auch bestens mit neuen Intel Prozessoren und wurde deshalb unbenannt in AVX2. AVX2 hat im Vergleich zu SSE4.2 die doppelte Anzahl an Registern. Und AVX-Register sind 256 Bit breit statt 128 Bit breite SSE-Register. Theoretisch kann es Daten bei gleicher Taktrate (gleiche Anzahl von Anweisungen pro Sekunde) 2x schneller verarbeiten.

Beim runterladen muss man das aktuellste Datum erwischen. Das Image (beim fis Audio PC zum Beispiel: hqplayer-embedded-4.32.0-x64avx2) ist gepackt ca. 336 MB groß. Im entpackten Zustand sind es dann 2,6 GB. Ein Witz gegenüber Windows. Dieses Image brennt man im Mac mit balenaetcher oder unter Windows mit Rufus auf den USB-Stick.

Alternativ kannst du das HQPlayer Image auch auf eine latenzminimierte Intel® Optane™ Memory M10 SSD installieren. Dafür musst du den Speicherriegel temporär ausbauen und in einen M.2 NVME SSD zu USB-C Adapter  installieren.

Image flashen mit M.2 NVME SSD zu USB-C Adapter

Im BIOS muss dann noch die Bootreihenfolge zugunsten des USB-Sticks (oder der SSD) geändert werden und ohne weiteren Eingriff steht der HQPlayer Server zur Verfügung. Es müssen keine Treiber installiert werden. Die Konfiguration des HQPlayers erfolgt im Browser. Dazu gibst du einfach die vergebene IP-Adresse ein, die du z. B. aus dem Router ausliest.

Die IP-Adresse wird in der Regel eine andere als die ursprüngliche sein. Das hängt mit einer Besonderheit des HQPlayer OS zusammen, wonach beim ersten Start immer eine Network Bridge mit einer neuen MAC-Adresse generiert wird. Für den DHCPServer des Routers ist es dann ein neues Gerät.