Interaktive Konfiguratoren für optimale HQPlayer Settings

Ich nutze den HQPlayer schon seit Jahren und ich bin immer noch überfordert von der Vielzahl an Filtern und Modulatoren. Deshalb habe ich interaktive kostenlose Konfiguratoren entworfen. Auch wenn du den HQPlayer nicht nutzt, bekommst du vielleicht nach dem Lesen meines Blogs Lust darauf?

Und wenn du dich gerade mit einer Neuanschaffung eines DACs beschäftigst, probiere unbedingt den Konfigurator „HQPlayer Modulator-Dither Settings“ aus. Denn der enthält eine DAC Geräteliste mit zum Beispiel NOS-fähigen DACs – die meiner Meinung nach beste Variante für die Klangqualität und Flexibilität bei Nutzung des HQPlayers.

In den Grundlagen gehen wir die wichtigsten Aspekte der digitalen Signalverarbeitung durch und im Praxisteil zeige ich dir die Konfiguratoren.


Grundlagen

Filter

Merkmale für eine gute Filterqualität

Bei einer CD (44,1 kHz) darf der hörbare Bereich nur bis maximal 22,05 kHz gehen. Grundlage ist das Nyquist-Shannon-Abtasttheorem, welches nur die halbe Abtastrate (Nyquist-Frequenz) berücksichtigen soll. Wird das Abtasttheorem durch eine zu niedrige Abtastrate verletzt, so werden Frequenzanteile, die ursprünglich höher waren als die halbe Abtastrate, als niedrigere Frequenzen interpretiert, da für diese eine Unterabtastung stattfindet. Diese sogenannten Spiegelfrequenzen müssen durch Tiefpassfilter ausgesperrt werden.

Es kommt daher auf die Filterqualität an, welche Frequenzen in der Praxis durchgelassen werden (Passband), ab wann die Sperrwirkung (Cutoff) einsetzt und wie lange es dauert (Transitionsbereich), bis der Tiefpassfilter seine volle Wirkung (Stopband) entfaltet. Unabhängige Messungen haben gezeigt, dass die Filter vom HQPlayer sehr gut konstruiert sind.

Wirkungsweise eines Tiefpassfilters

Wenn die Sperrwirkung sehr tief liegt, spricht man von einer extrem hohen Dämpfung. Das ist eine gute Sache, weil Spiegelfrequenzen effektiv unterdrückt werden. Eine hohe Dämpfung führt zu weniger Lärmartefakten und auch zu einer besseren Rekonstruktionsgenauigkeit.

Ebenso wichtig ist, ab wann der Cutoff beginnt. Manche Filter setzen schon im hörbaren Frequenzbereich ein, was natürlich nicht wünschenswert ist. Günstig ist auch ein steiler Filter, womit ein sehr schmales Übergangsband (Transitionsbereich) erreicht wird. Wenn wir am Beispiel die Eingangsrate von 44,1 kHz (CD) nehmen, geht beim Filter „poly-sinc- gauss-xl“ das Passband bis 20 kHz, der Transitionsbereich ist mit 250 Hz extrem schmal und erreicht die maximale Dämpfung bei der Nyquist-Frequenz fs/2 bei 22,05 kHz. Filter dieser hohen Qualität werden oft mit schnellem oder scharfen „Rolloff“ oder „Cutoff“ bezeichnet.

Pre-Ringing und Post-Ringing

Pre-Ringing (Vorecho) und Post-Ringing (Nachecho) sind zwei Arten von Artefakten, die bei der digitalen Signalverarbeitung auftreten können. Pre-Ringing bezeichnet das Phänomen, dass ein Signal vor einem abrupten Übergang bereits ansteigt oder abfällt, bevor es den eigentlichen Wert erreicht. Post-Ringing bezeichnet das Phänomen, dass ein Signal nach einem abrupten Übergang noch oszilliert, bevor es sich stabilisiert.

Beide Effekte können die Qualität und Genauigkeit eines Signals beeinträchtigen und können hörbare Effekte auslösen. Besonders das Pre-Ringing kann sehr störend wirken, da es in der Natur nicht vorkommt.

Impuls Analog im Vergleich zu Digital

Beim Filterdesign kommt es darauf an, Vor- und Nachechos zu vermeiden oder möglichst gering zu halten.

Wirkungen auf Räumlichkeit (Space) und Transienten und Musik-Genres

Die Gruppe der poly-sinc-lp (linear phase) Filter verbessern die Räumlichkeit (Space). Sie gehören zu den FIR-Filtern und wirken in der Time-Domain. Empfohlen für Klassik und für „in der realen Welt“ aufgenommenen Musik (Konzerthalle). Eine Unterart davon sind die AsymFIR-Filter, welche sich besonders für Jazz/Blues eignen.

Die Gruppe der poly-sinc-mp (minimum phase) Filter verbessern die Transienten. Sie gehören zu den MinPhaseFIR-Filtern und eignen sich besonders für Rock/Pop/Elektronik, sowie im Musikstudio aufgenommenes. Implizit gilt das auch für IIR-Filter.

Manche Filter haben auch einen Fokus auf das Timbre, also die Klangfarben.

Apodisierend und Nicht-Apodisierend

Der Einsatzzweck des Apodisationsfilters ist es, die Impulsantwort des ursprünglichen Dezimationsfilters durch eine andere zu ersetzen. Dies ermöglicht das Ändern des Zeit- und Frequenzbereichsverhaltens des ursprünglichen Filters. Ein möglicherweise wichtigerer Punkt ist das Bereinigen des Aliasing-Bands bei den höchsten Frequenzen. Abhängig von den ADC / Mastering-Werkzeugen kann es zu einem gewissen Aliasing-Band am oberen Rand des Frequenzbands kommen. 

Nicht apodisierende Filter lassen die (möglicherweise fehlerhaften) produktionsseitigen digitalen Filtereigenschaften durch. Apodisierende Filter sind für Red-Book-/CD-Formate (44.1/48kHz) wegen der niedrig liegenden Nyquist-Rate am wichtigsten. Nicht apodisierende Filter sind für HiRes-Aufnahmen (ab 88.2/96kHz) gut einsetzbar, da die Nyquist-Rate sehr hoch liegt.

Modulatoren – DSD

Was viele nicht wissen ist, dass im eigenen DAC durch den sehr verbreiteten Delta Sigma Chip vor der Wandlung in Analog die PCM-Signale nicht erhalten bleiben. Die Delta-Sigma-Modulation kann seit den 1970er Jahren mit den Fortschritten in der CMOS-Technologie preiswert umgesetzt werden. Delta-Sigma-Modulatoren werden von vielen großen Halbleiterherstellern als fertige integrierte Schaltung angeboten.

Bei vielen modernen DACs kommt intern eine Delta-Sigma-Modulation zum Einsatz. Das eingehende PCM-Signal wird dabei zunächst digital gefiltert und auf eine wesentlich höhere Abtastrate gebracht. Anschließend wird es durch einen Delta-Sigma-Modulator in einen hochfrequenten, noise-shaped Datenstrom mit deutlich geringerer Wortbreite umgewandelt.

Je nach Architektur des DAC-Chips erzeugt der Delta-Sigma-Modulator entweder einen 1-Bit-SDM-Datenstrom, wie er dem DSD-Prinzip zugrunde liegt, oder einen Multi-Bit-SDM-Datenstrom mit mehreren Bits.

Viele moderne Delta-Sigma-DACs arbeiten intern mit einer solchen Multi-Bit-Struktur. Ein Beispiel für Multi-Bit-SDM sind die ESS-Sabre-DACs mit HyperStream-Technologie. Der HyperStream-Modulator erzeugt einen hochfrequenten, noise-shaped Multi-Bit-Datenstrom mit typischerweise 6 Bit. Eingehendes PCM bleibt somit nicht als PCM-Datenstrom erhalten, sondern wird nach der digitalen Filterung und dem Oversampling durch den HyperStream-Modulator in einen Multi-Bit-SDM-Datenstrom umgewandelt.

Dither / Noise-Shaper – PCM

Beim PCM-Upsampling wird ein digitales Audiosignal auf eine höhere Abtastrate umgerechnet. Ein digitaler Rekonstruktionsfilter berechnet dabei neue Abtastwerte, die den ursprünglichen Signalverlauf möglichst genau beschreiben. Diese Berechnungen erfolgen intern mit hoher Genauigkeit, damit Rundungsfehler bei Upsampling, digitaler Lautstärkeregelung, Equalizern oder Faltung möglichst klein bleiben. Für die PCM-Ausgabe muss das Ergebnis anschließend auf die gewünschte Bittiefe quantisiert werden. Dither verhindert dabei, dass die unvermeidbaren Quantisierungsfehler mit dem Musiksignal korrelieren: Durch eine sehr kleine Menge definierten Rauschens werden sie vom Signal entkoppelt und die Quantisierung verhält sich linearer.

Noise-Shaping geht einen Schritt weiter und verändert die Frequenzverteilung dieses Quantisierungsrauschens. Durch die beim Upsampling höhere Abtastrate steht oberhalb des Audiobereichs wesentlich mehr Frequenzraum zur Verfügung. Ein Noise-Shaper kann deshalb einen größeren Teil des Quantisierungsrauschens in hohe Frequenzen verschieben und dadurch den Rauschpegel im musikalisch relevanten Bereich reduzieren. Das Rauschen verschwindet dabei nicht, sondern wird spektral günstiger verteilt. Besonders bei hohen PCM-Ausgaberaten können speziell darauf ausgelegte Noise-Shaper daher einen sehr niedrigen Quantisierungsrauschpegel im Audiobereich erreichen.

Die höhere Abtastrate und die hohe interne Rechengenauigkeit erzeugen dabei keine musikalischen Informationen, die in der ursprünglichen Aufnahme nicht vorhanden waren. Sie schaffen vielmehr günstigere mathematische Bedingungen für Rekonstruktionsfilterung, digitale Lautstärkeregelung und andere Signalverarbeitung sowie für die abschließende Anpassung des Signals an die begrenzte Auflösung des DACs.


Praxis

Dir stehen ab sofort zwei voneinander unabhängige interaktive Konfiguratoren zur Verfügung. Wichtig ist, dass es sich nicht um eine exakte Wissenschaft handelt, sondern um Näherungswerte. Letztendlich sollen immer deine Ohren entscheiden.

Interaktiver Konfigurator für HQPlayer Filter Settings

Im Konfigurator legst du links deine musikalischen Vorlieben fest, während auf der rechten Seite die technischen Vorgaben wichtig sind. Wenn du auf die Hilfe-Icons klickst, erhältst du Informationen über den Inhalt und die Auswirkungen auf die Berechnung. Deshalb fass ich mich hier kurz.

Interaktiver Konfigurator für HQPlayer Filter Settings

Ich hatte heute Lust Blues zu hören und ich habe mir ein Album von Pete Alderton rausgesucht. Also habe ich im Konfigurator wie oben im Bild „Blues“ ausgewählt, verbunden mit der Priorisierung einer hohen Räumlichkeit und einer „Prise“ Klangfarben. Die PCM Inputrate liegt bei 44,1 kHz und die Ausgabe soll in DSD1024 (45,1584 MHz) „ganzzahlig“ erfolgen. Der Konfigurator setzt automatisch die Vorgabe Apodizing = Ja. Die Vorgabe der technischen Qualität ist mit Stufe 4 von 5 recht hoch.

Roon Quelldatei mit 44,1 kHz und 24 Bit

Herausgekommen ist eine Empfehlungsliste. An erster Stelle steht der Filter poly-sinc-long-ip / *-2s. Bei sehr hohen Ausgaberaten empfehle ich unbedingt die Version mit dem zweistufigen Oversampling poly-sinc-long-ip-2s. Dadurch werden gegebenenfalls sehr lange Initialisierungszeiten vermindert.

Die Beschreibung des Filters und Eigenschaften wurden dem Handbuch, bzw. der Hilfedatei des HQPlayer entnommen.

Filter Empfehlungsliste

Schauen wir uns das Spektrogramm vom Musikstück „Ain’t No Sunshine“ an. Da haben wir am oberen Ende abgeschnittene Transienten und insgesamt viel Rotanteil über den gesamten Frequenzbereich, also viel Energie. Ganz schlimm ist der Apod-Zähler auf der linken Spalte mit 5258! Ohne Apodisierungsfilter würde ich mir das nicht anhören wollen. Und genau das schlägt der Konfigurator bei PCM-Quellen ≤ 50 kHz vor.

HQPlayer Client – Spektrogramm

Die Empfehlungsliste ist ein Vorschlag und du solltest immer mehrere Filter ausprobieren. Mit dem HQPlayer Client kannst du die Filter on the fly umschalten und so im laufenden Musikfluss die Klangunterschiede hören. Der HQPlayer Client ist kostenlos und Bestandteil des Installationspakets HQPlayer Desktop, welches es für macOS, Windows und Linux gibt.

HQPlayer Client – Filter on the fly umschalten

Hier kannst du es selbst ausprobieren:

HQPlayer Filter Settings

Wähle deine Filter anhand deiner musikalischen und technischen Vorgaben aus. Die Vorschläge und das Ranking sind unverbindlich. Probiere am besten mehrere Filter aus und lass deine Ohren entscheiden.

Musikalische Vorgaben

Egal
Egal
Egal

Technische Vorgaben

Ausgabemodus
Hoch

Musik-Genre

Die Genre-Angaben stammen aus der HQPlayer-Filtertabelle und helfen, Filter nach typischer musikalischer Eignung zu gewichten.

Egal deaktiviert die Genre-Bewertung. Eine konkrete Genre-Auswahl verändert das Ranking, schließt andere Filter aber nicht grundsätzlich aus.

Wirkung: Ranking

Räumlichkeit / Space

Gewichtet Filter, deren HQPlayer-Spezialfokus auf räumlicher Abbildung liegt. Höhere Werte erhöhen die Bedeutung dieser Eigenschaft im Ranking.

0 = Egal entfernt Räumlichkeit vollständig aus der Bewertung.

Wirkung: Ranking

Transienten

Gewichtet Filter mit besonderem Fokus auf zeitliche Abbildung und Transientenwiedergabe. Höhere Werte erhöhen die Bedeutung dieser Eigenschaft im Ranking.

0 = Egal entfernt Transienten vollständig aus der Bewertung.

Wirkung: Ranking

Klangfarben / Timbre

Gewichtet Filter, deren HQPlayer-Spezialfokus auf Timbre bzw. Klangfarben liegt. Höhere Werte erhöhen die Bedeutung dieser Eigenschaft im Ranking.

0 = Egal entfernt Timbre vollständig aus der Bewertung.

Wirkung: Ranking

PCM Inputrate

Wähle die Samplingrate des PCM-Quellmaterials. Aus der exakten Inputrate ermittelt der Konfigurator automatisch den von HQPlayer verwendeten Filter-Slot und das mathematische Verhältnis zur gewählten Outputrate.

1x Filter / Oversampling
PCM-Quellen ≤ 50 kHz.
Nx Filter / Oversampling
PCM-Quellen > 50 kHz.

Damit werden sowohl Up- oder Downsampling als auch Integer-, 2^x- oder nicht-ganzzahlige Umwandlungen im Hintergrund bestimmt.

Wirkung: Gatekeeper

Outputrate, Auto rate family und Ratio

Auto rate family ist standardmäßig ausgeschaltet. Ist die Checkbox aktiviert, beschränkt der Konfigurator die Outputraten auf ganzzahlige Verhältnisse innerhalb der passenden Ratenfamilie. Das umfasst sowohl ganzzahliges Upsampling als auch ganzzahliges Downsampling. Damit bleibt die 44,1-kHz- bzw. 48-kHz-Ratenfamilie erhalten.

HQPlayer Embedded: Die Option heißt Auto rate family und wird als Ein/Aus-Checkbox verwendet. HQPlayer Desktop: die entsprechende Einstellung heißt Adaptive rate und ist dreistufig: unchecked = angeforderte Outputrate muss funktionieren, greyed = angeforderte Rate versuchen und bei Filter-Inkompatibilität auf eine kompatible Rate zurückfallen, checked = immer ein einfaches Vielfaches der Quellrate verwenden. Die Checkbox dieses Konfigurators bildet den Zustand checked / EIN ab; der Desktop-Zustand greyed ist hier bewusst kein eigener Modus.

Ratio – Bedeutung

Ratio beschreibt, welche mathematischen Umwandlungsverhältnisse ein HQPlayer-Filter verarbeiten kann. Die Ratio wird nicht mehr vom Benutzer gewählt, sondern aus PCM Inputrate und Outputrate automatisch abgeleitet.

Any
Beliebige Umrechnungsverhältnisse nach oben oder unten.
Integer
Ganzzahlige Umrechnungsverhältnisse nach oben oder unten. Beispiel: 44,1 → 88,2 kHz = 2x ist zulässig; 44,1 → 96 kHz ist nicht ganzzahlig.
Integer up
Ganzzahlige Verhältnisse ausschließlich beim Upsampling.
Any Up
Beliebige Umrechnungsverhältnisse ausschließlich beim Upsampling.
2^x
Potenzen von zwei: 2x, 4x, 8x, 16x, 32x usw.; nach oben oder unten.
2^x up
Potenzen von zwei ausschließlich beim Upsampling.
1:1
Keine Sample-Rate-Konvertierung.
Matrixbeispiele PCM → PCM
88,2 kHz, Auto rate family EIN
Down: 44,1 kHz. Up: 176,4 → 352,8 → 705,6 → 1.411,2 → 2.822,4 kHz.
96 kHz, Auto rate family EIN
Down: 48 kHz. Up: 192 → 384 → 768 → 1.536 → 3.072 kHz.
Auto rate family AUS
Auch ein Wechsel der Ratenfamilie und Downsampling sind auswählbar, sofern der gewählte Filter die daraus abgeleitete Ratio unterstützt.
Matrixbeispiele PCM → DSD
88,2 kHz, Auto rate family EIN
DSD64 (2,8224 MHz) bis DSD2048 (90,3168 MHz), jeweils 44,1-kHz-Familie.
96 kHz, Auto rate family EIN
DSD64 48k (3,072 MHz) bis DSD2048 48k (98,304 MHz), jeweils 48-kHz-Familie.
Auto rate family AUS
Beide DSD-Ratenfamilien sind auswählbar. Der Konfigurator prüft dann, ob das Verhältnis Integer/2^x oder nicht-ganzzahlig ist und ob der Filter Up- bzw. Downsampling unterstützt.

Wirkung: Outputraten-Vorauswahl + Ratio-Gatekeeper

Apodizing

Apodizing beschreibt, ob der Filter als apodizing eingestuft ist. Diese Filterung bezieht sich auf die entsprechende HQPlayer-Eigenschaft.

Ja
Nur apodizing Filter; HQPlayers Kennzeichnung „½“ wird ebenfalls als geeignet berücksichtigt.
Nein
Nur Filter mit Apodizing = N.
Egal
Apodizing wird nicht als Ausschlusskriterium verwendet.

Automatische Vorbelegung: Die Apodizing-Auswahl wird in Abhängigkeit von der gewählten Quellrate vorbelegt.

1x PCM ≤ 50 kHz
Vorbelegung: Ja. Apodizing wird bevorzugt, um mögliche vorgelagerte Filter- bzw. Mastering-Artefakte zu reduzieren.
Nx PCM > 50 kHz
Vorbelegung: Nein. Bei High-Resolution-Quellen können zwar ebenfalls Fehler oder Artefakte aus dem Mastering vorhanden sein; wenn dies vermutet wird, kann Apodizing manuell auf Ja gesetzt werden.

Die Vorbelegung ist eine Empfehlung und kann jederzeit manuell geändert werden. Wirkung: Gatekeeper.

Ausgabemodus

Legt fest, aus welcher HQPlayer-Filtertabelle die Empfehlungen stammen.

PCM
Filter für PCM-Ausgabe. Outputraten sind von 44,1 kHz bis 3.072 kHz auswählbar.
DSD / SDM
Oversampling-Filter für DSD/SDM-Ausgabe. Enthalten sind die 44,1-kHz- und 48-kHz-DSD-Familien bis DSD2048.

Filter des jeweils anderen Ausgabemodus werden nicht berücksichtigt.

Wirkung: Gatekeeper

Technische Qualität

HQPlayer bewertet die technische Filterqualität relativ zu den anderen Filtern der Tabelle auf einer Skala von 1 bis 5. Die Werte sind eine Orientierung und keine absolute Qualitätsmessung.

Die Auswahl ist zunächst eine Mindestanforderung: Bei Stufe 4 werden nur Filter mit HQPlayer-Qualität 4 oder 5 zugelassen. 0 = Egal deaktiviert diese Mindestanforderung.

Unter den verbleibenden Filtern fließt die gewählte Qualitätsstufe zusätzlich in das Ranking ein.

Wirkung: Gatekeeper + Ranking

Versionshistorie

Version 1.6.1
Der Ausgabemodus wird als direktes Optionsfeld für DSD / SDM und PCM dargestellt. Dadurch entfällt das Öffnen einer Auswahlliste.
Version 1.6.0
Die Ratio-Verhältnisse werden automatisch aus der gewählten PCM-Inputrate und der Outputrate ermittelt. Der Konfigurator erkennt dabei Up- oder Downsampling sowie ganzzahlige, 2^x- und nicht-ganzzahlige Umwandlungsverhältnisse und bietet nur Filter an, deren Ratio-Eigenschaften für diese Konvertierung geeignet sind.
Initiale Version (Beta bis 1.5.1)
Entwicklung und Erprobung der Filterdatenbank, technischen Gatekeeper, musikalischen Gewichtung, Benutzeroberfläche und grundlegenden Empfehlungslogik.

Interaktiver Konfigurator für HQPlayer Modulator – Dither / Noise Shaper Settings

Die Auswahl von Modulatoren

Bei den qualitativen Vorgaben wählst du aus, ob du die digitale Lautstärkeregelung des HQPlayers nutzt und wie die Mindestanforderung an die technische Qualität der Modulatoren sein soll. Nicht ganz unwichtig: Wie ist deine Hardware aufgestellt? Je nach vorhandener Rechenleistung gibst du die Priorisierung vor. Bei den technischen Vorgaben ist der Ausgabemodus (DSD oder PCM) und die Ausgaberate wichtig. Zum DAC Gerät komme ich weiter unten.

Interaktiver Konfigurator für HQPlayer Modulator Settings

Die Empfehlungsliste listet hier bevorzugt die relativ neuen AHM Modulatoren auf, welche bei DSD1024 vergleichsweise wenig Rechenleistung erfordern.

Empfehlungsliste Modulatoren bei hoher Qualität und geringerer Rechenleistung und DSD1024

Wäre mir die Rechenleistung egal, werden auch andere Modulatoren vorgeschlagen. Aber Vorsicht, den Modulator ASDM7EC-super könnte ich bei DSD1024 selbst mit meinem Intel® Core™ i9-14900K nicht spielen. Eine hohe Anforderung des Modulators an die Rechenleistung bedeutet übrigens nicht unbedingt eine bessere Qualität. Frühere Modulatoren waren zum Beispiel ineffizienter als die heutigen.

Empfehlungsliste Modulatoren bei hoher Qualität und hoher Rechenleistung und DSD1024

Die Auswahl von Dither / Noise Shaper

Bei PCM gibt es keine Modulatoren, aber hier kommt es auf die Dither / Noise Shaper Settings an. Als technische Vorgabe wählst du die PCM Ausgaberate aus.

Interaktiver Konfigurator für HQPlayer Dither / Noise Shaper Settings

Gefunden wurden 7 Dither / Noise Shaper Settings. Der LNS15 Noise Shaper ist ein guter Allrounder bei Ausgaberaten ab 352.8 / 384 kHz (8x rates). Darunter sollte man diesen nicht verwenden.

Empfehlungsliste Dither / Noise Shaper Settings bei PCM 705.6/768 kHz

Die Empfehlungen und Informationen bei bestimmten DAC Geräten

Wenn ich bei den technischen Vorgaben zum Beispiel den DAC Spring 3 / May von Holo Audio auswähle, bekomme ich links qualitative Vorgaben für die HQPlayer Settings, bzw. Informationen eingeblendet. Für jemanden, der sich zum Beispiel einen DAC kaufen möchte, ist die erste Zeile meines Erachtens die wichtigste Information: NOS / bit-perfect für PCM: Ja. Das heißt, der Holo Audio DAC ist NOS-fähig (Non Oversampling). Er kann also das Upsampling vom HQPlayer bit-perfect entgegen nehmen, ohne dass intern eine weitere Umwandlung oder Berechnung erfolgt.

Der HQPlayer bietet für einige DACs eine sogenannte DAC Korrektur an. Jussi Laako, der Entwickler vom HQPlayer, hat diese DACs am Analogausgang gemessen und korrigiert bestimmte Schwachstellen. Welche das sind, ist sein Geheimnis. Ob das eine Verbesserung bringt, entscheidest du wieder mit deinen Ohren.

Für sehr wichtig halte ich die Empfehlung der DAC Bits. Wenn du diesen DAC mit 24 Bit oder 32 Bit bestückst, kann es zu Qualitätsverlusten kommen. Bei einem R2R-DAC, dessen Widerstandsleiter beispielsweise nur bis etwa 20 Bit ausreichend linear arbeitet, können die darunterliegenden Bits statt zusätzlicher Auflösung zunehmend Nichtlinearitätsverzerrungen erzeugen. Eine kontrollierte Reduzierung auf den linearen Bereich des DACs mit Dither und Noise-Shaping kann deshalb technisch genauer sein als die ungefilterte Ausgabe einer höheren nominellen Bittiefe.

Die PCM Gain Kompensation ist nur wichtig, wenn du häufiger zwischen PCM und DSD wechselst. Das kompensiert die Lautstärkeungleichheit.

DAC Gerät qualitative Vorgaben und Empfehlungen für PCM

Das gleiche gibt es auch für DSD. Hier kommt die Information, dass der Holo Audio DAC für DSD 48k geeignet ist. Damit erhöht sich die mögliche Bitstreamrate von 45,1584 MHz auf 49,152 MHz (48 kHz x 1024).

Und auch DSD kann der DAC im NOS-Modus entgegennehmen: NOS / bit-perfect für DSD: Ja

Ebenso bietet der HQPlayer auch für DSD eine DAC Korrektur an.

DAC Gerät qualitative Vorgaben und Empfehlungen für DSD

Und hier kannst du verschiedene Einstellungen selbst ausprobieren:

HQPlayer Modulator-Dither Settings

Wähle technische und qualitative Vorgaben für Modulatoren bei DSD/SDM-Ausgabe oder Dither/Noise-Shaper bei PCM-Ausgabe. Die Vorschläge und das Ranking sind unverbindlich. Probiere am besten mehrere Varianten aus und lass deine Ohren entscheiden.

Qualitative Vorgaben

Egal
Egal

Technische Vorgaben

Ausgabemodus

Digitale Lautstärkeregelung

Legt fest, ob die Eignung eines DSD/SDM-Modulators für digitale Pegeländerungen berücksichtigt werden soll.

Nein
Die Eignung für digitale Lautstärkeregelung wird nicht als Auswahlkriterium verwendet.
Ja
Explizit ungeeignete Modulatoren werden ausgeschlossen. Neutral bzw. nicht eindeutig gekennzeichnete Varianten bleiben zulässig; ausdrücklich geeignete Varianten werden im Ranking bevorzugt.

Wirkung: Gatekeeper + Ranking

Technische Qualität

Definiert die technische Mindestqualität des Modulators auf einer Skala von 0 bis 5.

0 – Egal
Keine Mindestanforderung an die technische Qualität.
1–5
Modulatoren unterhalb der gewählten Qualitätsstufe werden ausgeschlossen.

Unter den verbleibenden Kandidaten fließt die technische Qualität zusätzlich in das Ranking ein.

Hinweis: Mangels geeigneter Datenbasis handelt es sich um eigene Schätzungen.

Wirkung: Gatekeeper + Ranking

Priorität geringe Rechenlast

Die Priorisierung auf eine geringe Rechenlast soll helfen, Modulatoren zu finden, die auf der verwendeten Hardware zuverlässig lauffähig sind. Wenn bestimmte Modulatoren aufgrund zu hoher Rechenlast nicht funktionieren, können durch eine höhere Priorisierung weniger rechenintensive Alternativen im Ranking nach vorne rücken. Die technische Qualitätsvorgabe bleibt davon unabhängig als Mindestanforderung bestehen.

0 – Egal
Die Rechenlast wird im Ranking nicht berücksichtigt.
1
Schwache Priorisierung auf geringe Rechenlast.
2
Mäßige Priorisierung auf geringe Rechenlast.
3
Deutliche Priorisierung auf geringe Rechenlast.
4
Hohe Priorisierung auf geringe Rechenlast.
5
Maximale Priorisierung auf geringe Rechenlast. Das Ranking erfolgt innerhalb der durch die Qualitätsvorgabe zugelassenen Modulatoren vollständig nach Recheneffizienz.

Hinweis: Mangels geeigneter Datenbasis handelt es sich um eigene Schätzungen.

Wirkung: Ranking

DAC Gerät

Die DAC-Geräteliste basiert auf den von Signalyst veröffentlichten HQPlayer DAC-Correction-Profilen. Sie ist daher keine vollständige Liste aller mit HQPlayer kompatiblen DACs. Die Auswahl wird automatisch mit der PCM-Seite synchronisiert, sodass das Gerät nur einmal ausgewählt werden muss.

DSD 48k möglich wird aus den veröffentlichten SDM-Correction-Daten abgeleitet: Ein Sternchen bei Signalyst bedeutet „Only 44.1k base rates“. Fehlen SDM-Daten, zeigt das Plugin „Keine Angabe“.

DAC Korrektur möglich berücksichtigt das ausgewählte DAC-Gerät und die gewählte DSD-Ausgaberate.

NOS (Non-Oversampling) bedeutet hier, dass die interne digitale Filterung beziehungsweise das interne Oversampling des DACs umgangen werden kann und das Signal laut Quelle bit-perfect an die nachfolgende Wandlung gelangt. PCM und DSD werden getrennt ausgewiesen. Ein Sternchen (*) bedeutet, dass für den korrekten Betrieb eine modifizierte Firmware erforderlich ist.

Quelle DAC Correction: Signalyst – DAC correction support, Stand 5. Juli 2026 (Veröffentlichung).

Quelle NOS: Audiophile Style - Welche DACs umgehen die digitale Filterung?, Stand 3. Januar 2026.

Wirkung: Empfehlung für die HQPlayer Settings

DAC Gerät

Die Auswahl des DAC-Geräts steuert die gerätebezogenen Hinweise und Empfehlungen für die PCM-Ausgabe. Die Geräteauswahl wird automatisch mit der DSD/SDM-Seite synchronisiert, sodass das Gerät nur einmal ausgewählt werden muss. Ist für das Gerät ein passender DAC Wandler hinterlegt, wird dieser automatisch vorbelegt.

Auf der linken Seite werden anschließend NOS / bit-perfect für PCM, DAC Korrektur möglich, DAC Bits und PCM Gain Kompensation angezeigt.

DAC Korrektur möglich wird gegen die gewählte PCM-Ausgaberate und die von Signalyst für das jeweilige DAC-Correction-Profil veröffentlichten PCM-Raten geprüft. Die Auswahl 1411,2 / 1536 kHz wird deshalb getrennt von 705,6 / 768 kHz geführt.

NOS (Non-Oversampling) bedeutet hier, dass die interne digitale Filterung beziehungsweise das interne Oversampling des DACs umgangen werden kann und das PCM-Signal laut Quelle bit-perfect an die nachfolgende Wandlung gelangt.

Quelle DAC Correction: Signalyst – DAC correction support, Stand 5. Juli 2026 (Veröffentlichung).

Quelle NOS: Audiophile Style - Welche DACs umgehen die digitale Filterung?, Stand 3. Januar 2026.

Wirkung: Gerätebezogene Empfehlungen und Anzeigen für die HQPlayer Settings

DAC Bits

Zeigt die in der DAC-Datenbank hinterlegte tatsächlich nutzbare PCM-Wortbreite des ausgewählten DAC-Geräts an. Ist kein verlässlicher Wert hinterlegt, zeigt das Plugin Auto an; dies entspricht in HQPlayer dem Wert 0 und verwendet die vom Audiogerät gemeldete Wortbreite.

HQPlayer verwendet DAC Bits zur Festlegung der Dither-/Noise-Shaping-Tiefe. Das Feld ist im Plugin deshalb nur noch eine gerätebezogene Empfehlung und keine manuelle Eingabe.

Wirkung: Empfehlung für die HQPlayer Settings

DAC Wandler

Beschreibt den für die PCM-Wandlung verwendeten D/A-Wandler beziehungsweise die Wandlerarchitektur. Bei bekannten DAC-Geräten wird der zugeordnete Wandler automatisch vorbelegt; fehlt eine Zuordnung, wird Unbekannt verwendet.

Die Auswahl dient zur Ermittlung der passenden PCM Gain Kompensation. Diese wird auf der linken Seite als Anzeigefeld ausgegeben.

Der DAC Wandler beeinflusst die Empfehlung oder das Ranking der Dither- und Noise-Shaper-Verfahren nicht.

Wirkung: PCM Gain Kompensation

PCM Gain Kompensation

Das Anzeigefeld auf der linken Seite zeigt die aus dem ausgewählten beziehungsweise automatisch vorbelegten DAC Wandler abgeleitete Gain-Kompensation für HQPlayer.

PCM und DSD können je nach DAC unterschiedliche Ausgangspegel besitzen. Die passende PCM Gain Kompensation gleicht diesen Pegelunterschied aus und hilft, Lautstärkesprünge beim Wechsel zwischen PCM- und DSD-Wiedergabe zu vermeiden.

Wirkung: Empfehlung für die HQPlayer Settings

Ausgabemodus

Legt fest, welche HQPlayer-Verfahren berücksichtigt werden. Die Auswahl verändert gleichzeitig die angezeigten qualitativen Vorgaben.

DSD / SDM
Es werden DSD/SDM-Modulatoren bewertet und die qualitativen Vorgaben für Modulatoren angezeigt.
PCM
Es werden Dither- und Noise-Shaper-Verfahren für PCM-Ausgabe bewertet und die dazugehörigen DAC- und PCM-Vorgaben angezeigt.

Das ausgewählte DAC Gerät wird zwischen DSD/SDM- und PCM-Ausgabemodus synchron gehalten. Ein Wechsel des Ausgabemodus erfordert daher keine erneute Geräteauswahl.

Wirkung: Gatekeeper + Bedienoberfläche

DSD-Ausgaberate

Legt die gewünschte DSD/SDM-Ausgaberate fest. Modulatoren können eine minimale unterstützte Ausgaberate besitzen und werden darunter ausgeschlossen.

Beispiel: Ein Modulator mit einer Mindestrate von DSD1024 kann bei DSD1024 und höheren unterstützten Raten verwendet werden, bei DSD512 oder niedriger jedoch nicht.

Wirkung: Gatekeeper

PCM-Ausgaberate

Legt die gewünschte PCM-Ausgaberate fest. Die Auswahl wird bei der Empfehlung von Dither- und Noise-Shaper-Verfahren berücksichtigt.

Zusätzlich wird für das ausgewählte DAC-Gerät geprüft, ob das Signalyst DAC-Correction-Profil genau diese Ratenfamilie unterstützt. 705,6 / 768 kHz und 1411,2 / 1536 kHz werden deshalb getrennt ausgewiesen.

Die angezeigten Rate-Paare stehen jeweils für die 44,1-kHz- und 48-kHz-Familie. Die Auswahl reicht bis 2822,4 / 3072 kHz.

Wirkung: Gatekeeper + DAC-Correction-Anzeige

Versionshistorie

Version 1.6.1
DSD512 ist die neue Standard-Ausgaberate; die DSD-Raten zeigen zusätzlich die zugehörigen MHz-Werte beider Ratenfamilien. Bei PCM ist 705,6 / 768 kHz jetzt Standard und die Auswahl wurde bis 2822,4 / 3072 kHz erweitert.
Version 1.6.0
Umfangreiche Erweiterung der DAC-Geräteverwaltung: zentrale DAC-Datenbank, Verknüpfung von DAC Gerät und DAC Wandler, getrennte NOS/bit-perfect-Informationen für PCM und DSD, DSD-48k-Unterstützung, Signalyst DAC-Correction-Daten, DAC Bits und PCM Gain Kompensation. Die Geräteauswahl wird zwischen PCM und DSD/SDM synchronisiert.
Initiale Version (Beta bis 1.5.6)
Entwicklung und Erprobung der Modulator-, Dither- und Noise-Shaper-Datenbank, der Rankinglogik, technischen Gatekeeper sowie der Benutzeroberfläche.


Zusammenfassung

Eine gute Filterqualität ist ganz wesentlich in der digitalen Signalverarbeitung. Kriterien sind geringes Pre-Ringing und Post-Ringing, die Art des Filters (FIR – lineare Phase) und (IIR – minimale Phase) und vor allem die Dämpfung des Tiefpassfilters.

Jeder Filter hat Auswirkungen auf die Räumlichkeit (Space), Transienten und Musik-Genres. Manche verwechseln das mit einem Equalizer (EQ). Dieser Vergleich ist irreführend. Der EQ wirkt auf das Frequenzband, während ein guter Filter das Frequenzband bestmöglich rekonstruieren und den Zeitbereich optimieren soll. Der Filter hat auch eine ganz andere Funktion, nämlich die Spiegelfrequenzen auszusperren.

Insbesondere bei Musikfiles in CD Qualität können apodisierende Filter ein Segen sein. Ein hoher Apod-Counter kann auf problematische digitale Verarbeitungsschritte während der Produktion oder des Masterings hinweisen.

Mit dem interaktiven Konfigurator für HQPlayer Filter Settings musst du nicht mehr herumrätseln, welche sich für deine Musikgewohnheiten und Quell-/Ausgaberaten am besten eignen. Ich habe jedenfalls viel Freude zum ausgewählten Album die passenden Filter auszuprobieren und staune über die unterschiedlichen klanglichen Auswirkungen.

Bei DSD sind gute Modulatoren wichtig. Jussi Laako sagt dazu, dass 50% der Klangqualität vom Filter bestimmt werden und die andere Hälfte von den Modulatoren. Die Rechenleistung eines Delta Sigma Chips ist selbst bei Unterstützung mit einem FPGA (Field Programmable Gate Array) dem eines Audio PCs unterlegen. Demensprechend können die DAC-internen Modulatoren nicht die Qualität des HQPlayers erreichen. Deshalb soll dein DAC NOS (Non Oversampling) unterstützen und die Daten vom HQPlayer bit-perfekt entgegen nehmen. Eine Liste NOS-fähiger DACs findest du im Konfigurator.

Dither / Noise-Shaper kommen bei PCM zum Einsatz und hier ist die Ausgaberate von entscheidender Bedeutung.

Der interaktive Konfigurator für HQPlayer Modulator – Dither / Noise Shaper Settings ermöglicht dir

  • bei DSD die Auswahl von Modulatoren in gewünschter Qualität und verfügbarer Rechenleistung,
  • bei PCM die Auswahl von Dither / Noise Shaper in Abhängigkeit von der Ausgaberate und
  • gibt dir Empfehlungen und Informationen (NOS-Fähigkeit) zu bestimmten DAC Geräten.

Quellenverzeichnis

In alphabetischer Reihenfolge:

QuelleInhalt
Audio PC HQPlayer FiltereigenschaftenWissens-Blog von Grigg Audio Solutions
Audio PC HQPlayer ModulatorenWissens-Blog von Grigg Audio Solutions
Audio PC UpsamplingWissens-Blog von Grigg Audio Solutions
Signalyst HomepageEnthält Informationen und Produkte vom Hersteller des HQPlayers
Wie du deinen DAC mit einem Audio PC klanglich verbesserstNews-Blog von Grigg Audio Solutions

Du hast Fragen oder möchtest etwas beitragen? Schreibe per E-Mail an: info@griggaudio.de


Disclaimer

Alle Informationen, die du unter Grigg Audio Solutions findest, wurden nach bestem Wissen und Gewissen sorgfältig recherchiert und mit Quellenangaben belegt. Irrtümer sind jedoch nie auszuschließen. Wenn du die Informationen für eigene Nachbauten oder Softwareeinstellungen verwendest, machst du das immer auf eigene Gefahr. Wenn du Fehler findest oder dir etwas unklar ist: Melde dich!


DIY – Mach es selbst

Grigg Audio Solutions bietet Lösungen für die digitale Musikwiedergabe an. Aufgrund der Vielzahl von Lösungswegen und unterschiedlichen Zielbilder kann nur eine bestimmte Auswahl der Hardware und der Software vorgestellt und besprochen werden. Grigg Audio Solutions unterstützt ab sofort kostenfrei Do it yourself. Ein Support ist ausgeschlossen.


Künstliche Intelligenz (KI)

Man darf der KI nicht alles glauben, weil sie eine unzureichende Datenbasis haben kann und eventuell halluziniert. Grigg Audio Solutions setzt verschiedene KIs daher mit Bedacht als Werkzeug ein. Für die Generierung von Tabellen und Grafiken ist die KI sehr effektiv. Ebenso in der Analyse von Datenbanken und in der Programmierung. Für mehr Transparenz kennzeichnet Grigg Audio Solutions die KI-Unterstützung bei der Erstellung von Grafiken und gegebenenfalls anderer Dinge künftig mit einem AI-Symbol:


VG Wort – Autorenrechte

Der Autor Ronny Gabriel Grigg ist Vereinsmitglied bei VG Wort, München. In diesem Verein haben sich Autoren und Verlage zur gemeinsamen Verwertung von Urheberrechten zusammengeschlossen.


blank